Alb-Donau-Tour in Dornstadt

Zweiter Tag meiner Alb-Donau-Tour. Heute sind wir bei strahlendem Sonnenschein über 40 Kilometer gefahren. Los ging es beim Aufbau des Obstwiesenfestivals in Dornstadt, das am Donnerstag startet. Ein Umsonst-und-Draußen-Festival von insgesamt 300 Ehrenamtlichen organisiert – ganz große Leistung!
Außerdem waren wir auf dem Demeter-Hof der Familie Mickley-Gansloser, die bio-dynamische Weizen- und Dinkelsorten anbauen und 55 Milchkühe haben. Sie arbeiten mit viel Leidenschaft für eine naturverträgliche Landwirtschaft. Dann ging es noch zur Gasverdichterstation in Scharenstetten, die im letzten Jahr aufgrund des Atomausstiegs ausgebaut wurde. Gas werden wir übergangsweise noch etwas für die Grundlast brauchen, ehe wir 100 % Erneuerbare im Stromnetz haben.

Bericht:
Der Grünen-Bundestagskandidat Marcel Emmerich macht in dieser Woche eine Alb-Donau-Tour mit dem Rad durch den Wahlkreis Ulm. Begleitet wird er von einem fünfköpfigen Team. Dabei haben die Radler auch Stationen in Dornstadt und Lonsee besucht.

Los ging es beim Aufbau des Obstwiesenfestivals in Dornstadt, das dieses Wochenende zum 25. Mal stattfindet. Der Vorsitzende Michael Gugelfuß erklärte die Aufbauarbeiten und stellte die lange Geschichte des Festivals vor. Das traditionsreiche Umsonst-und-Draußen-Festival wird von insgesamt 300 Ehrenamtlichen organisiert. Es ging auch um Probleme wie Sozialabgaben, die bei solch großen Veranstaltungen auf Vereine zukommen. Marcel Emmerich zeigte viel Anerkennung und Respekt für die ehrenamtliche Leistung und ist der Meinung, dass die Rahmenbedingungen für Vereine entbürokratisiert werden muss.

Danach ging es zum Demeter-Hof nach Scharenstetten zur Familie Mickley-Gansloser, die bio-dynamische Weizen- und Dinkelsorten anbauen und 55 Milchkühe haben. Thematisiert wurden Probleme mit Behörden und der Bürokratie, die immer mehr werde. Auch die Vorzüge der Demeter-Tierhaltung standen im Vordergrund. Zum einen ginge es den Tieren gut und zum anderen sei der Milchpreis stabil. „Hier wird mit viel Leidenschaft ein guter Weg für eine naturverträgliche Landwirtschaft gegangen, der Natur, Tier und Mensch was bringt“, fasste Emmerich zusammen.

In Scharenstetten stand dann noch ein Termin an der Gasverdichterstation der Firma Terranets BW an. Das zum EnBW-Konzern gehörende Unternehmen betreibt in Baden-Württemberg ein etwa 2000 Kilometer langes Netz von Erdgas-Fernleitungen. Hier wurden etwa 25 Millionen in den Ausbau investiert, damit mehr Gas mit bis zu 80 bar Druck zum Beispiel nach Stuttgart, in den Bodenseeraum einschließlich des österreichischen Bundeslands Vorarlberg und ins Fürstentum Liechtenstein transportiert werden kann. Der Atomausstieg hat dafür gesorgt, dass solche Ausbaumaßnahmen forciert wurden. „Wir Grüne wollen bis 2030 100 Prozent Strom aus Erneuerbaren wie Sonne, Wind und Wasser“, erklärte Emmerich. Aber es brauche in der Übergangsphase auch noch Gas für ausreichende Grundlastkapazitäten.

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