Alb-Donau-Tour in Erbach

Heute war ich in Erbach mit dem Rad unterwegs. Der erste Termin war das Seniorenzentrum, in dem eine angenehme Atmosphäre herrscht und soziale Einbindung gelebt wird. Danach ging es zum Tafelladen. Der Besuch hat deutlich gemacht, dass Armut und Bedürftigkeit nicht nur Probleme in Großstädten sind. Wir müssen schauen, dass wir das Gefälle zwischen Arm und Reich wieder in den Griff bekommen. Denn es ist zwar gut, dass es solche Läden gibt, aber eigentlich darf es sie nicht geben müssen. Beim Milchhäusle Härle in Dellmensingen haben wir uns dann noch einen 24/7-Milchautomat angeschaut, der eine moderne Form der Nahversorgung mit regionalen Produkten darstellen kann. Am Ende haben wir noch die Biogasanlage Kaifel besichtigt. Wir Grünen wollen Bioenergie weiter fördern, aber umweltverträglich gestalten.

SZ-Bericht:

Der Kandidat der Bündnisgrünen im Wahlkreis Ulm/Alb-Donau, Marcel Emmerich, war am Mittwoch auf Radtour durch die Region. Dabei hat er sich bei verschiedenen Einrichtungen im Wahlkreis informiert.

Erste Station war am späten Vormittag das Seniorenzentrum in der Erbacher Brühlstraße. Hier wurde die sechsköpfige Abordnung der Grünen von Präsenzkräfteleiterin Tanja Kribale empfangen. Zunächst begrüßte Kribale den Politiker in der Empfangshalle und stellte das Seniorenzentrum mit seinen verschiedenen Facetten vor. „Mir ist wichtig zu wissen, was die Menschen in dieser Einrichtung interessiert und bewegt. Natürlich auch die Probleme der Bewohner. Gerade im ländlichen Raum, wie hier im Alb-Donau-Kreis, ist die Unterbringung nicht immer einfach“, erklärte Marcel Emmerich.

Dem pflichtete auch Kribale bei, die betonte, dass das Haus in Erbach mit 75 Bewohnern im Alter zwischen 68 und 103 Jahren gut ausgelastet sei. Aufgeteilt sind diese Bewohner in fünf verschiedene Wohngruppen, wobei Demenzkranke in die anderen Gruppen mit integriert werden. „Wir haben hier zwei gemischte Gruppen mit je 22 Bewohnern, und drei gemischte Gruppen mit jeweils elf Bewohnern“, unterstrich Kribale. Kribale informierte den Bundestagskandidaten weiter darüber, was es für Angebote im Seniorenzentrum gibt. Etwa das Trauercafé, das die Hospizgruppe Donau-Schmiechtal einmal im Monat für die Bewohner anbietet. Dabei besteht für die Bewohner die Möglichkeit, für ein Gespräch und den Austausch untereinander oder einfach nur die Möglichkeit, ein Stück Kuchen zu essen und zu merken, dass sie nicht allein mit ihrer Trauer sind.

Für Marcel Emmerich ging es nach der Station am Seniorenzentrum auf seiner Radtour durch den Wahlkreis noch weiter. Es folgte eine weitere Station im Tafelladen in Erbach, wo Emmerich sich über das Tagesgeschäft informierte. „Es ist gut, dass es solche Angebote gibt, aber es ist schade, dass es so etwas braucht“, unterstrich der Politiker. Für ihn sei es wichtig, den Kontakt mit den Menschen vor Ort zu haben. „Das Problem von sozial Schwächergestellten gibt es nicht nur in Ballungsgebieten, sondern auch im ländlichen Raum.“

Es folgte ein weiterer Stopp beim Verkaufsautomaten in Dellmensingen. Emmerich hob hervor, dass der Automat gerade auch für die Nahversorgung sehr wichtig sei: „Und er wird offensichtlich gut angenommen.“

Die letzte Station folgte in der Biogasanlage Keifel in Dellmensingen. Während eines Rundgangs ließ sich Emmerich die Funktionen der Anlage erklären. „Biogas ist für den Energiemix wichtig, um Kohle- und Atomkraft langfristig zu ersetzen.“ Wichtig sei ihm dabei , dass beim Anbau für Energiemasse nicht auf Monokulturen wie etwa Mais gesetzt werde. Dazu verwies er beispielsweise auf die Pflanze Durchwachsene Silphie, die etwa auf dem Biogashof in Volkersheim angepflanzt wird.

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