Besuch des Wasserkraftwerks Rechtenstein

Zusammen mit Grünen aus dem Alb-Donau-Kreis habe ich das Rechtensteiner Wasserkraftwerk der Firma Reitter besucht, um mir die Modernisierung vor Ort anzuschauen.

Schon seit dem Hochmittelalter ist die Donau unterhalb der Burg Rechtenstein aufgestaut. Was als herrschaftliche Mühle der Herren von Stain errichtet und fast das gesamte 20. Jahrhundert als Energielieferant für die Herstellung von Faserstoff (Grundstoff der Papierindustrie) diente, speist seit rund 20 Jahren ins Stromnetz ein. 2,3 Millionen Kilowattstunden im Jahr, genug, um rund 800 2-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen, produziert das von der Firma Reitter betriebene Wasserkraftwerk.

Mit nur rund zwei Metern Gefälle zwischen Ober- und Unterbecken ist das Kraftwerk an der Untergrenze dessen, was sich wirtschaftlich betreiben lässt. Dennoch findet Elmar Reitter, der Chef von Reitter Wasserkraft, seine fünf Millionen für einen kompletten Neubau des Stauwehrs mit modernen Werkstoffen und Anlagen sowie eine weitere Turbine gut angelegt. „Wir liefern Strom, zuverlässig und sauber, und das für viele Jahrzehnte. Mit einer neuen Fischtreppe für rund 400.000 Euro tragen wir auch dem Naturschutz Rechnung und erhalten die Durchgängigkeit der Donau“, erklärt Reitter.

Die nunmehr vier Turbinen liefern 400 KW Leistung, auch wenn die Wassermenge häufig nur den Betrieb von zwei oder drei von ihnen erlaubt. Dafür ist die Effizienz groß: schon die alten, aus dem Jahr 1904 stammenden Turbinen haben rund 75 Prozent Wirkungsgrad, die neue bringt es auf 85 Prozent. In der ehemaligen Fabrikhalle wartet Reitter Wasserkraft nun die Wasserräder von den rund 20 Anlagen, die sie betreibt. Einen deutlichen Zuspruch erfuhren die GRÜNEN für ihre Forderung nach einem besseren EEG. „Die Direktvermarktung würgt kleine Anlagen geradezu ab“, erklärt Reitter.

„Es wird Zeit, dass GRÜNE in Berlin wieder regieren. Denn Angela Merkel hat zwei Gesichter, auf internationalen Konferenzen gibt sie gerne die Klimaschutzkanzlerin. Aber daheim, im Kanzleramt, ist sie die Klimakillerkanzlerin, die das EEG schrittweise aushöhlt. Seit fast zehn Jahren sind die CO2-Emissionen in Deutschland nicht gesunken. Wir Grüne wollen hingegen bis 2030 Strom aus Sonne, Wind und Wasser“, fasst Emmerich zusammen.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld