Umweltstaatssekretär Andre Baumann in Ulm

Am vergangenen Freitag war auf Einladung des Grünen-Landtagsabgeordneten Jürgen Filius in Ulm zu Gast. Auf Einladung von Jürgen Filius war der baden-württembergische Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann in Ulm und hat vor 30 Personen über den stummen Frühling, die Erfolge und Herausforderungen in Sachen Naturschutz referiert.

Der Abend wurde vom Landtagsbgeordneten Jürgen Filius eröffnet, der die Arbeit und Kompetenz des Staatssekretärs lobend hervorhob. Ich legte in meiner Rede den Schwerpunkt auf Klimaschutz und Europa. Dabei habe ich klargemacht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel sich auf internationalem Parkett gerne als Klimaschützerin darstellt, die konkrete Politik im Bund aber nichts damit zu tun hat. In den letzten acht Jahren Merkel haben sich die CO2-Emmissionen nicht verringert. So werden die Klimaschutzziele nicht umgesetzt. Nur nette Bilder und Unterschriften unter Abkommen reichen nicht. Deshalb wir Grünen einen Kohleausstieg, mehr Elektromobilität und eine nachhaltige Landwirtschaftspolitik.

Wir geben eine Antwort auf diese Zeit im Umbruch, die nur mit Freiheit, Menschlichkeit und Europa gehen kann. Wir wollen Europa wieder voranbringen und ihr neues Leben einhauchen. Deswegen wollen wir ein großes Investitionspaket für Europa schnüren und das Europäische Parlament als einzig direkt gewählte Institution stärken.

Im Anschluss begann der promovierte Diplom-Biologe und seit der Landtagswahl 2016 amtierende Umweltstaatssekretär Andre Baumann mit seinem Vortrag.

Bei Schmetterlingen, Honig- und Wildbienen und vielen anderen Insekten ist schon seit einiger Zeit ein dramatischer Rückgang nach Art und Zahl zu beobachten. Da sich viele Vogelarten von Insekten ernähren, sind als Folge davon auch die heimischen Vögel betroffen: in einer bundesweiten Untersuchung ließ sich z.B. bei Blau- und Kohlmeise ein Schwund von mehr als 30% nachweisen. Auch Amphibien sind bedroht. Schuld an diesem Artensterben ist der Pestizid- und Herbizid-Einsatz in der Landwirtschaft und der Mangel an blühenden Pflanzen, im Besonderen an blühenden Wildkräutern in der Natur.

Die Grünen haben deswegen in der Landesregierung die Mittel für den Naturschutz massiv ausgebaut und wollen das weiter tun. Zudem wurden Landschaftserhaltungsverbände initiiert und Kulturlandschaften gefördert. Andre Baumann machte klar, dass Vegetarier*innen, die die Natur vor Ort erhalten wollen, Most trinken und Nicht-Vegis Lamm essen sollten.

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