Diskussion zu Flucht und Trauma

Bild eines Hauseingangs in den Farben der ukrainischen Flagge. Auf dem Bild ist ein Text: Flucht und Trauma. Was brauchen die Menschen? Donnerstag, 08.12., 19 Uhr. Weststadthaus Ulm.

Flucht und Trauma: Was brauchen die Menschen, die kommen – was brauchen Helfer*innen?

Input und Austausch zur aktuellen Situation der Geflüchteten in Ulm am 08.12.2022 ab 19 Uhr im Weststadthaus Ulm in der Moltkestraße 10.

Das Jahr 2022 ist eines, das Helfer*innen, Geflüchtete und Kommunen vor besondere Herausforderungen gestellt hat. Nach dem völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine kamen auch in Ulm Tausende Ukrainer*innen – vor allem Frauen und Kinder – an und wurden dabei von vielen hilfsbereiten Menschen unterstützt: Busunternehmen fuhren zur Ukrainischen Grenze, Unternehmen, Vereine und Organisationen sammelten Sach- und Geldspenden, Familien richteten Einliegerwohnungen für Geflüchtete ein und Vereine schufen Info- und Hilfsstrukturen in ukrainischer und russischer Sprache. Die EU setzte erstmals die sogenannte Massenzustrom-Richtlinie in Kraft, die Geflüchteten unbürokratische Hilfen und den schnellen Zugang zum Arbeitsmarkt und der Gesellschaft ermöglichen sollte. 

Was ist von dieser großen Bereitschaft nach rund neun Monaten noch da? Wie ist oder wie kann die spontane Hilfsbereitschaft in dauerhafte Unterstützung verwandelt werden – und zwar für alle Menschen auf der Flucht? Was brauchen Geflüchtete, um mit dem Erlebten und in ihrer neuen Umgebung zurechtzukommen? Und was brauchen Helfer*innen, die sie dabei unterstützen?  Um diese und weitere Fragen wird es am Donnerstag, 8. Dezember, ab 19 Uhr im Weststadthaus Ulm (Moltkestraße 10) gehen. Unter der Überschrift „Flucht und Trauma: Was brauchen die Menschen, die kommen – was brauchen Helfer*innen?“ hat der Grünen-Bundestagabgeordnete Marcel Emmerich, Obmann im Innenausschuss, verschiedene Akteure aus Zivilgesellschaft, Institutionen und von der Stadt Ulm zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Ganz besonders freut sich der Abgeordnete über die Zusage des Behandlungszentrums für Folteropfer (BFU): Dr. Regina Saile, Therapeutische Leitung und psychologische Psychotherapeutin. Sie wird mit einer Vorstellung des BFU und einem Bericht aus der Arbeit zu den psychischen und psychosozialen Auswirkungen von Flucht- und Traumerfahrung den Austausch einleiten.

Auf dem Podium diskutieren:

  • Marcel Emmerich MdB (Moderation und Ansprechpartner für die Bundesrepublik)
  • Elena Moehrke (Medinetz Ulm)
  • Olga Vorontskova (ukrainischstämmige Mitarbeiterin der Ukrainehilfe bei „ILEU“ e.V.
  • Andreas Krämer (Leiter der Abteilung Soziales der Stadt Ulm)
  • Dr. Regina Saile (BFU)
  • Elena Flügel (Menschlichkeit Ulm e.V.)
  • Ein*e Vertreter*in des Flüchtlingsrat Ulm e.V.

Wer sich für den Austausch interessiert oder beispielsweise als Helfer*innen Fragen zum Thema hat, ist herzlich eingeladen – eine Anmeldung ist nicht nötig. Für Rückfragen ist das Wahlkreisbüro von Marcel Emmerich erreichbar unter marcel.emmerich.wk@bundestag.de.